Impfberatung im LADR-Verbund

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Impfzentrum Geesthacht

Impfberatung im LADR-Verbund

Herzlich willkommen im Impfzentrum Geesthacht! Wenn Sie eine Auslandsreise planen und sich über mögliche gesundheitliche Gefährdungen informieren möchten, helfen wir Ihnen, die richtigen medizinischen Vorbereitungen zu treffen. Gleichzeitig sind wir kompetenter Ansprechpartner für alle Impfungen und seit Jahren anerkannte Gelbfieberimpfstelle im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen über:

  • spezielle Reiseimpfungen
  • (Gelbfieber, Tollwut, Hepatitis A und B, FSME, Typhus, Cholera, Poliomyelitis, Meningokokken, Japanische Enzephalitis)
  • Standard- und Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO)
  • Malaria-Vorbeugung im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Informationen zu ausgewählten nicht impfpräventablen Infektions- und Tropenkrankheiten in ihrem Reiseland
  • Tipps zu Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene
  • Reisen mit Vorerkrankungen
  • Ratschläge zur Reiseapotheke
  • Reisen mit Risiko: Langzeitaufenthalte, Schwangere, Kinder, Senioren etc.
  • Versicherungsrechtliche Gesichtspunkte

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Impfsprechstunde. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Aktuelles







Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) – Update Stand: 11.02.2020

Ausgehend von der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei hat sich seit Anfang Januar die Infektion mit dem zuvor unbekannten Coronavirus 2019-nCoV ausgebreitet. Die ersten Patienten waren bereits Ende Dezember erkrankt. Sie zeigten Symptome einer atypischen Lungenentzündung, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit. Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in China auf ca. 42.650 gestiegen, die meisten davon stammen aus der Provinz Hubei inkl. Wuhan. 1.018 Menschen sind verstorben, darunter sind auch ein US-Amerikaner und ein Japaner. Insgesamt sind 31 Provinzen und die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau betroffen, sowie die Städte Peking, Shanghai, Tianjin und Chongqing. Mehrere Städte wurden unter Quarantäne gestellt. Der öffentliche Verkehr wurde eingestellt. Internationale Fluggesellschaften, u. a. Lufthansa haben die Flüge von und nach China gestrichen. In 25 Ländern wurden ca. 470 weitere Infektionen registriert, die meisten davon wurden aus China exportiert. Thailand meldete am 14. Januar in Bangkok die erste Infektion außerhalb Chinas, in den USA wurde der erste Fall außerhalb Asiens verzeichnet und in Europa trat das Virus zuerst in Frankreich auf. Die ersten Menschzu- Mensch-Übertragungen außerhalb Asiens wurden in Deutschland
beobachtet. Auf den Philippinen gab es Anfang Februar den ersten Todesfall außerhalb Chinas. Das ECDC meldet bis zum 10. Februar insgesamt 37 Fälle aus folgenden europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Belgien, Finnland und Schweden. Lokale Übertragungen gab es außer in Deutschland auch in Frankreich und Großbritannien. Einige Länder haben Einreisebeschränkungen erlassen, u. a. USA, Japan, Australien und die Philippinen. In Singapur, Indonesien und anderen Ländern sind auch Transitreisende von den Vorschriften betroffen. Eine aktuelle Liste hat die International Airlines Travel Association (IATA) veröffentlicht. Der Notfallausschuss der WHO hat am 30.01.2020 eine internationale Gesundheitsnotlage („Public Health Emergency of International Concern“ PHEIC) ausgerufen. Seit einigen Tagen zeigt die Kurve der Fallmeldungen eine abflachende Tendenz. Es bleibt abzuwarten, ob dies das erste Zeichen eines Abklingen der Epidemie ist, wie es auch bei SARS beobachtet wurde, oder ob es zu einem erneuten Anstieg kommen wird.

Botswana
Im Januar sind in Maun 2 Menschen nach Hundebissen an Tollwut verstorben. Die Stadt im Norden des Landes ist der wichtigste Ausgangspunkt für Safaris in das Okavangodelta. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen. Nachdem vermehrt Infektionen bei Haustieren gemeldet wurden, sind etwa 15.000 Hunde und Katzen geimpft worden. Die Zunahme der Infektionen könnte mit der Dürre im vergangenen Jahr zusammenhängen. Wildtiere nähern sich bei der Nahrungssuche der Stadt und kommen in Kontakt mit freilaufenden Hunden. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten zu empfehlen.

Paraguay
Seit Beginn des Jahres wurden bereits mehr als 35.800 Dengue-Erkrankungen gemeldet, 927 davon wurden bestätigt. 4 Menschen sind verstorben. Die meisten Infektionen stammen aus der Hauptstadt Asunción und ihrer Umgebung. Aufgrund der Erkrankung von Präsident Mario Abdo Benítez und seiner Frau Silvana López de Abdo hat die Erkrankung im Land eine größere Aufmerksamkeit erlangt. Im letzten Jahr wurden mehr als 11.810 Verdachtsfälle und 9 Todesfälle registriert. Mit 144.500 Erkrankungen und 251 Todesfällen erlebte das Land 2013 den schwersten Ausbruch seiner Geschichte. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.

Sri Lanka
Seit Anfang des Jahres sind bereits 655 Menschen an Leptospirose erkrankt. Am stärksten betroffen ist erneut der Distrikt Ratnapura (S). Im letzten Jahr wurden landesweit 5.903 Infektionen und mindestens 12 Todesfälle gemeldet. 2018 wurden landesweit 5.231 Erkrankungen registriert. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Eine Aufklärung des Reisenden über den perkutanen Infektionsweg ist sinnvoll. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.


Quelle: Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf

Stand 12.02.2020