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Impfberatung im LADR-Verbund

Herzlich willkommen im Impfzentrum Geesthacht! Wenn Sie eine Auslandsreise planen und sich über mögliche gesundheitliche Gefährdungen informieren möchten, helfen wir Ihnen, die richtigen medizinischen Vorbereitungen zu treffen. Gleichzeitig sind wir kompetenter Ansprechpartner für alle Impfungen und seit Jahren anerkannte Gelbfieberimpfstelle im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Profitieren Sie von unserem Expertenwissen über:

  • spezielle Reiseimpfungen
  • (Gelbfieber, Tollwut, Hepatitis A und B, FSME, Typhus, Cholera, Poliomyelitis, Menongokokken, Japanische Enzephalitis)
  • Standard- und Auffrischimpfungen gemäß Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO)
  • Malaria-Vorbeugung im Rahmen einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Informationen zu ausgewählten nicht impfpräventablen Infektions- und Tropenkrankheiten in ihrem Reiseland
  • Tipps zu Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene
  • Reisen mit Vorerkrankungen
  • Ratschläge zur Reiseapotheke
  • Reisen mit Risiko: Langzeitaufenthalte, Schwangere, Kinder, Senioren etc.
  • Versicherungsrechtliche Gesichtspunkte

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Impfsprechstunde. Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Aktuelles

Gesundheit für Globetrotter

BERLIN – Vier von zehn Menschen in Deutschland wollen Umfragen zufolge im Jahr 2016 in den Urlaub fahren. Ihr Weg führt sie auch in Länder, in denen die Wahrscheinlichkeit für Reiseerkrankungen wie Infektionen durch Mückenstiche, verunreinigtes Wasser oder mangelnde Sanitärhygiene statistisch gesehen mittel bis hoch liegt. Zum Welttourismustag am 27. September 2016 rät das IPF: Die richtigen Schutzimpfungen vor der Reise und einfache Regeln vor Ort tragen dazu bei, unterwegs gesund zu bleiben.

Impfungen gegen Reiseinfektionen
Zur Vorbereitung einer Fernreise gehören die nötigen Schutzimpfungen. Wer in Malaria-Gebieten Urlaub machen möchte, muss vor und während der Reise auf die entsprechende Prophylaxe achten. Unterwegs stellen Keime aus verunreinigtem Wasser die häufigste Infektionsquelle dar. Sie verstecken sich auf rohen Nahrungsmitteln, in Eiswürfeln oder auf ungeschältem Obst. Auf diesem Weg ereilt „Montezumas Rache“ jedes Jahr etwa zwei Millionen Touristen aus Deutschland. Lebensmittel zu kochen, zu schälen oder darauf zu verzichten schützen davor. Zusätzlich raten Reisemediziner Älteren, chronisch Kranken und Menschen, die leicht an Durchfall erkranken, zu einer oralen Cholera-Impfung. Die Impfung schützt jedoch nicht vollständig, sodass auch Geimpfte nur Gekochtes und Geschältes zu sich nehmen sollten.

Vor Mückenstichen schützen
Mücken gehören nicht nur zu den lästigen Plagegeistern im Urlaub. Ihre Stiche können auch krank machen. Reisemediziner beobachten, dass dieses Jahr vor allem in südostasiatischen Ländern wie Thailand, Malaysia, Singapur, Vietnam und auf den Philippinen besonders viele der kleinen Blutsauger ihr Unwesen treiben. Die dort heimischen Aedes-Mücken übertragen Infektionskrankheiten wie das Dengue-Fieber sowie Chikungunya- und Zika-Viren. Da keine reisemedizinischen Impfungen gegen diese Infektionen zur Verfügung stehen, sollten sich Globetrotter mit körperbedeckender Kleidung vor Stichen schützen, Mückenschutzmittel auf die Haut auftragen und unter Moskitonetzen schlafen.

Weitere Informationen enthält das IPF-Faltblatt „Reisemedizin“. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden. Wer keinen Internetanschluss hat, kann das Faltblatt auch schriftlich bestellen beim IPF-Versandservice, Postfach 27 58, 63563 Gelnhausen. Dabei unbedingt den Titel des IPF-Faltblatts angeben, Namen und vollständige Adresse.

Den Tipp der Woche finden Sie auch hier.


Singapur
Seit Ende August hat das Gesundheitsministerium mehr als 240 lokal erworbene Zika-Virus-Infektionen bestätigt. Mitte Mai wurde die erste importierte Infektion gemeldet. Ein 48-jähriger Mann war nach seiner Rückkehr aus Brasilien erkrankt.
Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht. Mückenschutz beachten.


USA
Im Bundesstaat Virginia im Osten der Vereinigten Staaten sind seit Mitte August mindestens 59 Menschen an Hepatitis A (infektiöser Gelbsucht) erkrankt. Infektionsquelle sind vermutlich tiefgekühlte ägyptische Erdbeeren, die in Smoothies
verarbeitet wurden. Seit Mitte Juni gibt es auch auf der Insel Oahu (Bundesstaat Hawaii) einen Ausbruch mit mindestens 241 Erkrankungen. Hier gelten als wahrscheinlichste Infektionsquelle gefrorene importierte Jakobsmuscheln, die roh in
einem Sushi Restaurant serviert wurden. Reisende sollten auf sorgfältige Hygiene achten.


Peru
In diesem Jahr wurden landesweit 76 Gelbfieber-Infektionen bestätigt. 20 Menschen sind verstorben. Mit 58 Fällen am stärksten betroffen ist die Region Junin im Zentrum des Landes. Alle Infektionen wurden bei Aufenthalt in einem
Waldgebiet erworben. Es ist es die größte Zahl an Erkrankungen seit 2006. Im vergangenen Jahr wurden landesweit insgesamt 17 Erkrankungen bestätigt, 2014 waren es 15. Impfschutz beachten.


Zypern
Ende August wurde im Bezirk Larnaka im Südosten der erste Fall von West Nile-Fieber auf der Insel bestätigt. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf
Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Das Virus kann die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündungen und Lähmungen führen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Fälle von West Nile-Fieber melden derzeit auch Ungarn, Österreich, Serbien, Kroatien, Israel und Spanien. Ein französischer Tourist ist im August nach seiner Rückkehr aus der Provinz Sevilla erkrankt. Es ist die erste Infektion beim Menschen seit 2010 in Spanien.


Quelle: das Reise-Gesundheitsnetz des CRM Centrum für Reisemedizin

Stand 24.08.2016